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Rostock fragt –

Neuland antwortet

Eine bestimmte Gesundheitsfrage lässt Ihnen keine Ruhe? Dann stellen Sie sie uns gerne über Facebook oder Instagram. Unser Neuland Team beantwortet ausgewählte Fragen verständlich, fachlich geprüft und alltagsnah hier auf der Website.

Wie lange darf man Nasenspray eigentlich verwenden?

Bei abschwellendem Nasenspray mit Wirkstoffen wie Xylometazolin oder Oxymetazolin gilt: in der Regel nicht länger als 5 bis 7 Tage am Stück. Viele Präparate geben maximal 7 Tage an und bei Erwachsenen meist höchstens bis zu 3-mal täglich, sofern nichts anderes ärztlich verordnet wurde. Der Grund: Die Nasenschleimhaut kann sich an die Wirkung gewöhnen. Dann schwillt sie nach dem Nachlassen des Sprays stärker wieder an, die Nase fühlt sich erneut verstopft an und man greift immer wieder zum Spray. Daraus kann eine sogenannte Rhinitis medicamentosa, also ein medikamentös ausgelöster Dauerschnupfen, entstehen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Meerwasser- oder Kochsalzsprays befeuchten und reinigen eher, sie sind nicht das gleiche wie abschwellende Sprays. Auch kortisonhaltige Nasensprays, zum Beispiel bei Allergien, folgen anderen Regeln und werden oft länger angewendet, aber nach ärztlicher oder pharmazeutischer Empfehlung.

Unser Rat: Wenn Du nach einer Woche immer noch schlecht Luft bekommst, wenn die Beschwerden immer wiederkommen oder wenn Du das Gefühl hast, ohne Spray nicht mehr auszukommen, lass Dich beraten. Gerade bei Kindern, Schwangerschaft, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder grünem Star sollte die Anwendung vorher abgeklärt werden.

Warum ist Grapefruitsaft bei manchen Medikamenten ein Thema?

Grapefruit ist an sich kein „gefährliches“ Lebensmittel. Das Problem entsteht bei bestimmten Medikamenten, vor allem wenn sie eingenommen werden. Inhaltsstoffe der Grapefruit können Enzyme und Transporter im Darm beeinflussen. Besonders wichtig ist das Enzym CYP3A4. Wird es durch Grapefruit gehemmt, kann bei manchen Arzneimitteln mehr Wirkstoff ins Blut gelangen. Dadurch steigt das Risiko für Nebenwirkungen. Bei anderen Wirkstoffen kann Grapefruit die Aufnahme auch verringern, sodass das Medikament schlechter wirkt.

Bekannte Beispiele sind bestimmte Cholesterinsenker wie Simvastatin oder Atorvastatin, einige Blutdruckmittel wie Nifedipin, bestimmte Arzneimittel nach Organtransplantationen wie Ciclosporin, manche Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, bestimmte Beruhigungsmittel, einzelne Kortisonpräparate und auch das Antihistaminikum Fexofenadin. Wichtig: Nicht jedes Medikament aus diesen Gruppen ist automatisch betroffen. Es kommt immer auf den konkreten Wirkstoff an.

Ein häufiger Irrtum: „Dann trinke ich den Saft einfach ein paar Stunden später.“ Das reicht nicht immer. Studien zeigen, dass die Wirkung von Grapefruit auf den Arzneistoffwechsel über viele Stunden anhalten kann und je nach Situation erst nach Tagen vollständig abklingt. Deshalb sollte man bei betroffenen Medikamenten Grapefruit, Grapefruitsaft und ähnliche Früchte wie Pomelo oder Bitterorange nicht einfach „auf Abstand“ einplanen, sondern gezielt nachfragen.

Was gehört im Sommer wirklich mit in die Tasche?

Für den Sommer reicht oft keine riesige Reiseapotheke, aber ein paar Dinge sind im Alltag, beim Ostsee-Ausflug oder auf Reisen sinnvoll:

Sonnenschutz gehört ganz klar dazu. Am besten ein Produkt mit UVA- und UVB-Schutz, mindestens LSF 30, bei Aufenthalt am Wasser, in starker Sonne oder bei empfindlicher Haut eher LSF 50+. Wasser und helle Flächen können UV-Strahlung zusätzlich reflektieren. Sonnencreme ersetzt aber nicht Schatten, Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV-Schutz.

Dazu kommen: ausreichend Wasser, persönliche Dauermedikamente, eine kleine Liste der regelmäßig eingenommenen Arzneimittel, Pflaster, Blasenpflaster, Wunddesinfektion, etwas gegen Insektenstiche und Juckreiz, bei Bedarf Allergiemittel, Schmerz- und Fiebermittel sowie bei Reisen Mittel gegen Durchfall und Reiseübelkeit. Die ABDA empfiehlt für Reiseapotheken außerdem, dauerhaft benötigte Medikamente in ausreichender Menge mitzunehmen und die Zusammenstellung an Reiseziel, Reiseart und medizinische Versorgung vor Ort anzupassen.

Wichtig im Sommer: Medikamente nicht in der prallen Sonne oder im aufgeheizten Auto liegen lassen. Hitze kann die Wirkung verändern, ohne dass man es von außen erkennt. Besonders kritisch sind zum Beispiel Asthmasprays, Zäpfchen, Cremes und kühlpflichtige Arzneimittel wie Insuline.

Noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Manche Medikamente können die Haut lichtempfindlicher machen, zum Beispiel bestimmte Antibiotika, Diuretika, andere Blutdruckmittel oder einzelne Schmerzmittel. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte vor längeren Sonnenphasen kurz prüfen lassen, ob besonderer Sonnenschutz nötig ist.

Diese Hinweise geben Orientierung und ersetzen keine persönliche Beratung. Wenn Sie mehrere Medikamente einnehmen, chronische Erkrankungen haben, schwanger sind oder es um Kinder geht, fragen Sie lieber einmal gezielt bei uns in der Apotheke nach.

SÜDSTADT-CENTER-APOTHEKE

Nobelstraße 50-51
18059 Rostock

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Samstag 08.00 bis 13.00 Uhr

 

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Mittwoch & Freitag 07.30 bis 17.00 Uhr
Samstag geschlossen

 

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